US-Präsident Trump (Archivbild) (picture alliance / NurPhoto / Andrew Leyden)
Der Präsident teilte außerdem mit, dass die US-Marine mit der Zerstörung von Minen beginnen werde, die in dem Gebiet verlegt worden sind. Zugleich stellte Trump in Aussicht, dass die US-Blockade wieder gelockert werden könne, sollte die Durchfahrt für alle Schiffe uneingeschränkt möglich sein. Für den Fall von Angriffen auf US-Kräfte oder zivile Schiffe drohte Trump mit massiver militärischer Gewalt. Der Iran hatte die US-Truppen davor gewarnt, in der Straße von Hormus aktiv zu werden.
Röttgen (CDU): US-Entscheidung “überfällig”
Der CDU-Außenpolitiker Röttgen hält die von Trump angekündigte Entscheidung für folgerichtig. “Für die USA und fast den ganzen Rest der Welt ist es unabdingbar, dass das iranische Regime nicht die Kontrolle über die Straße von Hormus behält”, sagte Röttgen der “Rheinischen Post”. Dass die USA dem Regime nun die Nutzung und die für das Regime unerlässlichen Einnahmen daraus abschnitten, sei überfällig, betonte Röttgen. Er sieht auch China unter Druck, da das iranische Öl vor allem dorthin geliefert werde. So entstehe für China ein starkes Motiv, sich ebenfalls für eine freie Passage durch die Straße von Hormus einzusetzen, sagte der CDU-Politiker.
Die Gespräche zwischen beiden Seiten in Islamabad waren in der Nacht ergebnislos zu Ende gegangen. Der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf warf den USA vor, diese hätten nicht das Vertrauen Teherans gewinnen können. Die iranische Seite hingegen verfüge über den nötigen guten Willen und die Entschlossenheit. Man habe zukunftsweisende Initiativen vorgelegt. Nach US-amerikanischer Darstellung verweigerte der Iran einen Verzicht auf sein Atomprogramm. Vizepräsident Vance sagte, er habe ein letztes und bestes Angebot unterbreitet. Vermittler Pakistan rief dazu auf, die erst vor wenigen Tagen vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe einzuhalten.
Diese Nachricht wurde am 12.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.


